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Freizeit
Außer Sightseeing gibt es
auch noch eine Menge anderer Dinge, um sich die Zeit im Madrid zu
vertreiben. Wie ihr euch vorstellen könnt, kann man in der
Metropole hervorragend Shoppen. Wer es ein wenig ruhiger möchte,
der kann seine Seele in einem der Parks baumeln lassen, den man
natürlich auch für sportliche Tätigkeiten nutzen
kann. Im Sommer ist es normalerweise sehr heiß, also ab ins
Schwimmbad oder wie wäre es mit einem Ausflug in benachbarte
Städte?
Parks
Hier die bekanntesten und beliebtesten
Parks der Madrilenen.
Retiro
Park
Metro: Retiro, Príncipe de Vargara, Ibiza, Atocha
Ein "Must-See" sind die Parkanlagen des Retiro-Parks.
Er umfasst 130 Hektar Wald und ist eine grüne, mit Bäumen
übersäte Insel (mehr als 15.000 Bäume). Man kann
den Park durch einen seiner vielen eleganten Eingänge betreten,
die am Plaza de la Independencia, der Calle de Alcalá, der
Calle de O'Donnell sowie der Calle de Alfonso XII liegen. Der Park
beherbergt mit dem "Estanque del Retiro" einen künstlichen
See, in dessen Nähe sich das Mausoleum von Alfons XII. befindet.
Hier kann man in der warmen Jahreszeit Ruderboote mieten. Auch zu
sehen gibt es den Glaspavillon, den Palacio de Cristal, und kleinere
Cafés inmitten des Parks laden auf ein Getränk oder
Eis ein. Eine Besonderheit ist auch der Angel Caído, die
einzige Statue der Welt, die zu Ehren des Engels Luzifer errichtet
wurde. Der Park hat auch noch einen Rosengarten sowie die Cecilio
Rodríguez Gärten und viele abgelegene Ecke, in denen
man etwas Privatsphäre genießen kann. Besonders an den
Wochenenden pilgert fast ganz Madrid in diesen riesigen Park, um
Künstler und Trommler zu beobachten, Spaziergänge oder
Picknicks zu machen und einfach das schöne Wetter zu genießen.
Parque del Oeste mit Templo de Debod
Metro: Moncloa-Argüelles
Der Park wurde 1900 vom Landschaftsgärtner Cecilio Rodríguez
entworfen und besonders schön ist der Rosengarten, la „Rosaleda“.
Der Templo de Debod ist ein ägyptischer Tempel aus dem 4. Jahrhundert
vor Christi. Bei Sonnenuntergang bietet dieser Tempel eine schöne
Kulisse und man kann oft Brautpaare sehen, die sich hier fotografieren
lassen.
Nicht weit vom königlichen Palast gibt es verschiedene Gärten:
den Spielplatz für Kinder auf dem Plaza de Oriente, die angrenzenden
Sabatini Gärten (Jardines de Sabatini) an der Nordseite des
Palastes, die man von der Calle de Bailén aus betreten kann
und deren Hecken und Bäume ordentlich gestutzt sind, sowie
den sogenannten Campo de Moro, den man von der Cuesta de la Vega
aus erreicht.
Casa
de Campo
Metro: Lago, Batán
Auf der rechten Flussbank des Manzanares im Westen Madrids liegt
die grüne Lunge Madrids, Casa de Campo, ein großer Park
mit 4.000 Hektar Land. 1560 von Felipe II gegründet, diente
er zur Jagd. 1931 wurde der Park für die Öffentlichkeit
zugänglich und ist heute beliebtes Ausflugsziel der „madrileños“.
Man kann dort Ruderboote mieten, um über den künstlichen
See zu rudern, schwimmen, Tennis spielen oder einfach ein Getränk
in einem der vielen „chiringuitos“ bestellen und die
schöne Aussicht genießen. Der Parque Zoológico
(Zoo) und der Parque de Atracciones, ein großer Freizeitpark
(http://www.parque
deatracciones.es/ ), sind im Süden des Gebiets zu finden.
Wenn man nicht die Metro nehmen will, kann man den Park mittels
Gondelbahn (teleférico) vom Paseo de Pintor Rosales erreichen
und gleichzeitig die schöne Aussicht genießen. Die Gondelbahn
ist Samstag, Sonntag und an Feiertagen in Betrieb von: 12.00 - 15.00
/ 16.00 - 18.00; Ein einfache Fahrt kostet 3 Euro, Retour 4 Euro;
mehr Information unter: http://www.teleferico.com/
Jardín
Botánico (Botanischer Garten)
Metro: Atocha
Der Eingang zu den botanischen Gärten liegt an der Glorieta
de Morillo, genau neben dem Prado Museum. Diese Gärten, in
denen mehr als 30.000 verschiedene Sorten von Bäumen und Pflanzen
aus der ganzen Welt wachsen, wurden von Karl dem Dritten für
die Fakultät der Botanik angelegt. Die verschiedenen Teile
werden durch großartige Alleen getrennt und jeder Baum und
jede Pflanze sind mit einem Schild, auf dem der lateinische Name
und die Art stehen, versehen.
Geöffnet von 10.00 bis 18.00 täglich
Sport
Wer nicht besonders gern im Park
joggt oder radelt, hat natürlich auch die Möglichkeit,
ein Fitness-Studio (http://www.descubremadrid.com/en/buscar.asp?tipo=100&id=22)zu
besuchen oder in einem der vielen Schwimmbäder der Stadt seine
Bahnen zu ziehen. Hier findet ihr eine Liste der zahlreichen „piscinas“
mit Adresse und Kurzbeschreibung: http://www.descubremadrid.com/en/buscar.asp?tipo=100&id=14&piscinas=1
Außerdem solltet ihr euch über das Sportprogramm an der
Uni erkundigen. Denn dort werden viele Freizeitkurse angeboten und
ihr könnt teilnehmen, ohne dafür zu bezahlen und gleichzeitig
viele neue Leute kennen lernen. Was Schwimmbäder betrifft,
könnt ihr euch auch bei den diversen Universitäten erkundigen,
da diese oft eigene Schwimmbäder betreiben und ihr mit dem
Studentenausweis der jeweiligen Uni Rabatt bekommt.
Kino und Shopping
Wenn ihr einmal Lust auf Kino habt,
könnt ihr natürlich auch nach Belieben wählen. Eine
Liste der Kinos findet ihr unter http://www.descubremadrid.com/en/buscador_cine.asp;
unter anderem könnt ihr dort auch einen Film suchen und sehen,
in welchen Kinos er gerade läuft.
Natürlich muss man in Madrid
schon mal Shoppen gehen, und da bieten sich auch unendlich viele
Möglichkeiten. Ein Shopping-Paradies ist Sol sowie die Straßen
Princesa, Goya und Castellana. Dort findet ihr auch größere
Einkaufszentren. Das als fein angesehene Viertel Salamanca beherbergt
eine Vielzahl an Juwelier-, Schuh-, Leder-, Möbel- und Geschenkeläden.
Rund um den Plaza Mayor findet ihr eine Auswahl an Shops mit traditionellen
spanischen Artikeln, was perfekt ist, wenn ihr einmal in Schmöker-Laune
seid.
Was ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen sollt, ist der berühmte
Rastro, der riesige Flohmarkt in Madrid, der am Wochenende stattfindet.
Da lohnt es sich schon einmal, früh aufzustehen (die meisten
Stände werden am Nachmittag abgebaut) und sich in die Menge
(im wahrsten Sinne des Wortes) zu werfen. Hier schieben sich riesige
Menschenmassen durch die Straßen zwischen dem Plaza de Cascorro,
La Latina und der Straße Embajadores und es gibt nichts, was
es nicht gibt: antike Stücke, Gebrauchtes, Kleidung, Schuhe,
Sammlungen, Bücher, Schallplatten und CDs, Bilder, Schmuck,
Souvenirs...einfach alles! Nach einer Runde durch den Rastro erfrischt
man sich dann am besten gleich in einer der kleinen Bars mit einem
kühlen Bier (cerveza, clara) und Tapas. Aber Vorsicht: nehmt
keine Rucksäcke oder große Taschen mit, und achtet auf
eure Geldtaschen, denn hier wimmelt es von Taschendieben!
Ausflüge ins Umland
So schön und aufregend das
Großstadtleben ist, braucht man manchmal ein bisschen Abwechslung
und Erholung, und Madrid hat auch in Sachen Ausflugsmöglichkeiten
jede Menge zu bieten.
Alcalá
de Henares
Eine alte Stadt, die nur etwas außerhalb von Madrid liegt
(33km) und in der 1499 die berühmte Universität vom Kardinal
Cisneros gegründet wurde, wurde mittlerweile zum Weltkulturerbe
erklärt. Das Universitätsgebäude am Plaza de San
Diego hat eine wundervolle Fassade, sehenswerte Innenhöfe (Patio
Trilingüe), interessante Säulengänge und Gärten.
Alcalá ist die Geburtsstadt des spanischen Nationaldichters
Miguel de Cervantes, des Autors des Don Quijote. Auf der Calle de
la Imagen steht das Haus, in dem Cervantes geboren wurde. Dieses
Gebäude wurde mit Möbeln und Haushaltsgegenständen
aus dieser Zeit ausgestattet und kann besichtigt werden. In der
Stadt liegen viele Kirchen und Konvents, die die Aufmerksamkeit
auf sich ziehen, wie die Kirche des Magisters, gebaut im 21. Jahrhundert,
der Erzbischofspalast, der Konvent von Las Bernardas, die Jesuitenkirche
sowie das Oratorium von San Felipe Neri.
Züge von Atocha und Charmartín fahren alle 10 Minuten.
Busse ab Anfang der Avenida de América fahren auch alle 10
min.
Aranjuez
Die Stadt Aranjuez wurde im 18. Jahrhundert gegründet und dieses
majestätische Gebiet, 47 km außerhalb Madrids, verfügt
über wahre Juwelen wie den Palacio Real (königlicher Palast)
und die prächtigen Gärten, die ihn umgeben. Seit dem 15.
Jahrhundert residierten hier die Könige. Im 17. Jahrhundert
bauten die Bourbonen den Palast und die Gärten dazu, wie der
Jardín del Parterre, der Jardín de la Isla und der
Jardín del Príncipe, ein Garten im englischen Stil.
Die Casa del Labrador ist eine neoklassizistische Jagdhütte,
die auf Anordnung von König Carlos dem Vierten angelegt wurde
und im Jardín del Príncipe liegt. Der Palast von Aranjuez
mit seinen Gärten und der Stadt steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes.
Züge fahren alle 30 min ab Atocha, Busse fahren ab der Estación
Sur de Autobuses. Von Mai bis Oktober (außer August) gibt
es einen Sonderzug für Touristen an Samstagen, der Tren de
la Fresa (Erdbeerzug) heißt.
Manzanares
el Real
Dies ist eine malerische Stadt in der Sierra de Guadarrama, am Fuße
des Bergs La Pedriza gelegen, in der viele Madrilenen ihre Sommersitze
haben. Das Schloss aus dem 15. Jahrhundert ist ein Juwel von ziviler
Architektur. Außerdem ist es ratsam, einen Spaziergang am
La Pedriza Park, entlang am Ufer des Manzanares zu machen.
Die Stadt befindet sich 47 km außerhalb Madrids, Busse gibt
es ab dem Plaza de Castilla.
El
Escorial
Das Kloster liegt in San Lorenzo de El Escorial, 50 km nordwestlich
von Madrid. Felipe II ordnete die Konstruktion dieser grandiosen
Granitbauwerke – Kloster, Kirche, Palast - an. Bemerkenswert
ist auch die Basilika, die eine 92 m hohe Kuppel hat und deren gewölbte
Gemälde von Lucas Jordán verziert wurden. Hier gibt
es also einiges zu bestaunen, unter anderem:
Paläste: Unter den von den Habsburgern bewohnten Palästen
ist der Sala de las Batallas, der mit Fresken dekoriert ist, besonders
erwähnenswert. Außerdem stechen die aufwendigen Räume
der Habsburger hervor, die mit luxuriösen Wandteppichen ausstaffiert
sind.
Kapitelhäuser: Werke von El Greco, Velázquez, Ribera,
Titian und Bosch sowie Gemälde aus der Venezischen Schule des
16. Jahrhundert können bewundert werden.
Bibliothek: Die Bibliothek verfügt über mehr als 40.000
Bücher, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Außerdem
gibt es dort auch ein Museum mit Gemälden von Titian, Veronese,
Zurbarán und Tintoretto etc sowie ein Museum der Architektur,
das Baupläne des Klosters ausstellt. Außerhalb des Komplexes
sollte man die Casita del Príncipe besichtigen, einen kleinen
Palast, der von Carlos II errichtet wurde, sowie die Casita del
Infante, die beide von Juan de Villanueva entworfen wurden.
Die UNESCO hat die Schlossanlage am 2. November 1984 zum Weltkulturerbe
erklärt und in Spanien wird das Gebäude als achtes Weltwunder
bezeichnet.
Züge fahren ab den Bahnhöfen Atocha und Charmartín.
Ávila
Mit einer Höhenlage von 1.128 m ist Ávila die höchstgelegene
Provinzhauptstadt Spaniens. Wichtigstes Monument ist die 2500 Meter
lange, komplett erhaltene romanische Stadtmauer (11. bis 14. Jahrhundert)
mit ihren 88 Türmen und neun Stadttoren. Die bekannteste Tochter
der Stadt, und bis heute im Stadtbild omnipräsent, ist die
Mystikerin und Kirchenlehrerin Teresa de Cepeda y Ahumada (1515-1582),
genannt Santa Teresa de Jesús oder Theresa von Ávila.
Die Stadt liegt 115 Kilometer nordwestlich von Madrid und Züge
fahren ab dem Bahnhof Atocha. Wenn ihr mit dem Bus fahren wollt,
diese starten am Paseo de la Florida, 11.
Segovia
Segovia liegt 87 km nordwestlich von Madrid. Das imposante römische
Aquädukt der Stadt, das majestätische Alcazar Schloss,
die Katedrale und zahlreiche Kirchen sind Attraktionen, die man
nicht verpassen darf. La Granja de San Ildefonso, ein wundervoller
Palast sowie schöne Gärten mit monumentalen Springbrunnen
11 km außerhalb von Segovia sind auch sehenswert.
Züge fahren ab dem Bahnhof Atocha, Busse ab dem Paseo de la
Florida, 11.
Toledo
Dies ist eine faszinierende monumentale Stadt, 70 km südlich
von Madrid, Zentrum des Reichs der Visigothen, imperialistische
Hauptstadt und Residenz der Araber, Juden und Christen. In der Stadt
el Greco's (er lebte von 1577 bis zu seinem Tod 1614 in Toledo)
befinden sich einige Meisterwerke. Die Altstadt mit der Kathedrale
Santa María aus dem 13. - 15. Jahrhundert und dem Alcázar
aus dem 16. Jahrhundert sowie zahlreichen weiteren Kirchen, einem
Kloster und Museen wurde im Dezember 1977 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe
aufgenommen. Sehenswert sind auch zwei der ganz selten erhaltenen
mittelalterlichen Synagogen, El Transito und Santa Maria la Blanca,
die nach der Vertreibung der Juden 1492 als Kirche genutzt wurden.
An der Kirche San Juan de los Reyes lassen sich noch heute die Ketten
derer bewundern, die aus der Sklaverei, in die sie durch die Berberesken
geraten waren, ausgelöst wurden.
Züge fahren ab dem Bahnhof Atocha, Busse ab der Estación
del Sur.
Ein bisschen weiter entfernt aber
nicht minder sehenswert ist die Stadt Salamanca,
wo ihr die älteste Universität Spaniens, einzigartige
Fassaden, Kathedralen, den wunderschönen Plaza Mayor und das
Haus der Muscheln sehen könnt. Außerdem wurde die Stadt
1998 zum UNESCO Welterbe erklärt und war im Jahre 2002 Kulturhauptstadt
Europas. In Salamanca soll das beste Hochspanisch gesprochen werden.
Dies und die von der Universität und diversen privaten Anbietern
organisierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt
in den Sommermonaten mit ausländischen Studenten füllt.
Weitere
Städte und Veranstaltungen, die ihr nicht verpassen
sollt, sind der Carnaval de Cádiz im Februar, die Fallas
(ein Fest, wo riesige Pappfiguren verbrannt werden) in Valencia
im März und die Sanfermines in Pamplona, das berühmte
Stierrennen Anfang bis Mitte Juli.
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